... in 2000 Jahren vielleicht ...

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Ja doch, an das Jahr mit den drei Nullen hätte man wirklich immer schon denken können, bei allem was man tat und trachtete. Denn dass es kommen würde, nicht nur irgendwann, sondern zu einem genau definierten Zeitpunkt, sollte eigentlich jedem Menschen immer klar gewesen sein. Man hätte natürlich mal wieder ein wenig am Kalender herumdrehen können oder andere, auch auf unserer Erde beheimatete Zeitrechnungen übernehmen können ... aber nein, das hat man sich erspart, hat man uns erspart.

Es wäre ja auch zu traurig gewesen, dürften wir nicht die Jahr-2000-Problematik erleben. Aber an dieser Problematik wird mal wieder offenbar, dass bereits schon die ersten programmschreibenden 2-Beiner eher Spieler, als ernsthaft arbeitende Menschen waren. Die können einfach ihre Arbeit und ihre Produkte nicht ernst genommen haben; sie waren offensichtlich auch nicht so von sich überzeugt: hätten sie doch sonst von einer Längerlebigkeit der Programme und grauen Kisten ausgehen müssen, jedenfalls einer solchen Lebenslänge, die über die Zahl 1999 hinweg führt. Nein, das vermochten die Spielkinder der frühen Programmierjahre sich nicht vorzustellen, dass es wichtig sein könnte, 1901 von 2001 zu unterscheiden. Denn hätten sie es sich vorgestellt, dann hätten sie sicherlich die Jahreszahlen mit allen vier Stellen codiert. Doch, hätten sie es wirklich getan? Oder eher doch nicht?

Wie auch immer, die Jahreszahlen sind nun mit zwei Stellen codiert und so haben wir das spannende Erlebnis einer Jahr-2000-Problematik. Mehr oder weniger hektisch wird an allen möglichen und unmöglichen Orten an der Lösung dieser Problematik gearbeitet, sogar an den Hochschulen ...und nicht nur die DV-Leute machen sich so ihre Gedanken - die wundern sich auch nicht mehr, wenn ein namhafter Hersteller von Rechnern und Anwendungsprogrammen jede Woche eine Korrekturversion seiner Produkte ausliefert mit dem Hinweis, dass es sich nunmehr wirklich um die endlich fehlerfreie und jahrtausendwechsel-sichere Version des Programmms XYZ handele - sondern auch Verwaltungen dieser Horte des Wissens und die Spitzen der Häuser arbeiten hart an dieser Sache ...

... und tragen zur Lösung bei. So soll unlängst ein Schreiben auf die Schreibtische irgendeiner Hochschule geflattert sein; ich glaube es ja nicht, aber es geht die Mär, dass dort ungefähr Folgendes zu lesen gewesen sein soll:

Die –--Hochschule bleibt am Montag, den 03. Januar 2000 aufgrund der Jahr-2000-Problematik geschlossen. Für diesen Tag wird Dienstbefreiung erteilt. Für alle Personen, die Geräte betreuen, die der Jahr-2000-Problematik unterliegen könnten, ordnen wir Anwesenheit am 03. 01. 2000 an. Der Dienst ist von diesen Personen an diesem Tag um 07.30 Uhr aufzunehmen. Durch den Datumswechsel möglicherweise entstandene Fehlfunktionen sind, zur Not mit Hilfe von Fremdfirmen, zu beheben, so dass der reguläre Dienstbetrieb zum 04.01.2000 sichergestellt ist. Der reguläre Dienstbetrieb im neuen Jahrtausend beginnt am Di., den 04. Januar 2000.

Das klingt doch wirklich unglaubwürdig, oder meinen Sie nicht?

... übrigens: es soll auch heißen, dass einer der leitenden Programmierer der oben genannten Firma auf Befragen vor einigen Monaten mitgeteilt hat, dass eine Überprüfung des dort eingesetzten Programmpakets auf die Jahr-2000-Problematik hin einen Zeitaufwand von vielen Mannjahren erfordern würde ...

Da kann man ja den armen Hanseln am 03. Januar 2000 viel Spass wünschen.

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© leabhar